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Nationalpark Eifel

Einen wunderschönen guten Abend zusammen,

obwohl es erst vier Tage her ist, so war doch heute bei herrlichem Sonnenschein und wolkenlosem blauen Himmel die nächste Fahrradtour ein Muss. Und diesmal habe ich wie versprochen Fotos mitgebracht.

Die Tour führte uns durch den Nationalpark Eifel zunächst vorbei an der Urfttalsperre. Der Anblick der fast leeren Talsperre vermittelte einem fast das Gefühl, sich im Gran Canon zu befinden, so öde, felsig und gespenstig wie sich das breite Flusstal auftat.

Um so heimeliger wirkte der Weg, wie er den Flusswindungen folgend bunt und golden schimmernd im Oktober-Sonnenschein dalag und wie er schöner nicht hätte sein können.

Der Blick zurück zeigt oben auf dem Berg die ehemalige Ordensburg Vogelsang, die im Dritten Reich eine Festung Hitlers war. Seit Kriegsende bis vor ein paar Jahren war das gesamte Gelände rund um diese Festung für sämtlichen zivilen Verkehr gesperrt, da es als Truppenübungsglände genutzt wurde. Nach Abzug der Truppen wurde das Gebiet, das, weil über Jahrzehnte abgesperrt, sich zwischenzeitlich zu einer unberührten und wildgewachsenen Naturlandschaft entwickelt hatte, zum Nationalpark erklärt. Und entsprechend von Rangern überwacht dürfen sich nur Fußgänger und Radfahrer dort bewegen – das bedeutet: Auf 25 Kilometer Länge kein Autolärm und -gestank, keine ohrenbetäubenden Motorräder – herrlich, ein Genuss und das bei solchem Wetter.

 

 


Rechts am Wegrand kann man gut erkennen, dass die Eifel zum Rheinischen Schiefergebirge gehört, lauter Felsen aus Schiefergestein.

In der Ferne vor uns liegt bereits die Urftstaumauer, an der vorbei es weiter zur Rurtalsperre geht.

 

 

Dazwischen liegt der Obersee, eine Art Verbindung zwischen beiden Talsperren, dessen Wasserspiegel immer gleich bleibt, und der im Sommer von Ausflugsschiffen befahren wird.

 

Auf diesem Bild hier ist auch noch einmal das ganze Ausmaß an Herrlichkeit was Wetter und Landschaft betrifft wunderbar zu erkennen.

Und im Felsengestein wunderschön blühende blaue Glockenblumen.



Inzwischen fahren wir entlang des Rurstausees, auch Schwammenauel genannt, der im Sommer ein Paradies für jegliche Art von privaten Bootsbesitzern (außer Motorbooten) und Campern ist. Jetzt jedoch liegen die Boote winterfest gemacht und verträumt am Ufer und warten geduldig auf das nächste Jahr.

 


Auch hier verkehren Ausflugsschiffe, die aber inzwischen ebenso den Winterschlaf angetreten haben, wie man hier an der Rurstaumauer sehen kann. Nur in der Ferne ziehen noch zwei unverwüstliche Segler ihre wahrscheinlich letzten Bahnen.



Nun geht es hinunter ins Tal, wo uns der vierte und letzte kleine Stausee Geleit gibt. Hier tummeln sich im Sommer Tret- und Ruderboote, die nahe der letzten kleinen Staumauer nun verschmäht am Anlegeplatz verharren, während der Tag sich zuende neigt und alles ringsherum in goldenes Abendsonnenlicht taucht. - Wunder-, wunderschön!!!

 

 

Unsere Tour endet in Heimbach, einem kleinen, reizenden Städtchen mit viel Tourismus, vor allem auch aus Holland, denn die Eifel ist für die Holländer so etwas wie die Alpen für die Deutschen.

Nach für mich 31 Kilometern (für meinen Bruder ca. 60 km) bringt mein Bruder mich mit seinem Auto zurück zu meinem Auto und jeder fährt nun heimwärts mit dem Gefühl, einen herrlichen Tag geschenkt bekommen zu haben.

27.10.15 20:27

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Christa (28.10.15 12:11)
Hallo Maria,
da hast Du aber einen schönen Tag verbracht. So eine wunderschöne Gegend.Und wieder viele Kilometer mit dem Radl. Mach weiter so. Hoffentlich bleibt der Winter noch weg. Herbst ist doch eine tolle Jahreszeit. Die Blätter fallen dieses Jahr viel später.
LG Christa


(28.10.15 15:22)
Ja, liebe Christa, dafür dass ich so gut wie nie in Urlaub fahre, genieße ich solche Tagesausflüge ganz besonders. Deutschland ist so schön, man muss gar nicht weit weg, um abzuschalten und sich zu erholen. Und ich hoffe wie du, dass der Winter noch ein Weilchen auf sich warten lässt.
LG Maria

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